Zur Diskussion: Saatgutmischungen von Wildpflanzen für die Biogasproduktion

Blühflächen als Ausgleichsmaßnahmen für Leitungsbauvorhaben / Foto: Open Grid EuropeDer Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe hat in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Lebensraum Feldflur und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. ein Konzept für Ausgleichsmaßnahmen entwickelt, bei dem verschiedene Saatgutmischungen von Wildpflanzen auf größeren Flächen ausgesät und deren Aufwuchs zum Teil auch zur Biogasproduktion geerntet werden kann. Somit sollen sich die Maßnahmen gut in die landwirtschaftliche Produktion integieren und ggf. auch ein Konzept für die Biomasseproduktion für Biogasanlagen darstellen. Entwickelt wurde das Konzept für den Ausgleich und der Kompensation von Beeinträchtigungen die in Leitungsbauvorhaben entstehen. Nach Open Grid Europe ist das Konzept wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Feldflur.

Auf den ersten Blick erscheint das Konzept durchaus sinnvoll. Es werden Ausweichlebensräume für bodenbrütende Vogelarten wie Feldlerche oder Rebhuhn geschaffen. Durch den Blütenreichtum werden in der sonst ausgeräumten Feldlandschaft vielfältige Nahrung und Lebensräume für Insekten und viele andere Tierarten geschaffen.

Wildpflanzen statt Maisäcker. Durchaus ein reizvoller Gedanke. (Quelle: Netzwerk Lebensraum Feldflur, Foto: Blühflächen als Ausgleichsmaßnahmen für Leitungsbauvorhaben, Open Grid Europe).

 

Aber das Konzept sollte vielleicht auch nochmal kritisch hinterfragt werden. Was werden dort für Saatgutmischungen ausgebracht? Woher kommt das Saatgut? Ist bei der Verwendung von Regiosaatgut eine Florenverfälschung durch Vermischung regionaler Rassen sicher auszuschließen? Wie denkt ihr darüber?

 

Das Thema ist immer noch aktuell:

Praktikertagung am 9. Mai 2017 in Paderborn

Biomasse aus Wildpflanzen

Infos & Anmeldung unter: http://lebensraum-brache.de/biogas-aus-wildpflanzen/praktikertagung/?utm...

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