Lockwirkung von Windkraftanlagen für Abendsegler-Weibchen nachgewiesen

Großer Abendsegler / Foto: M. Röleke/IZWAbendsegler gehören zu den windkraftsensiblen Arten, die besonders häufig an Windkraftanlagen (WEA) verunglücken und in der Liste der Schlagopfer ganz vorne zu finden sind. Jetzt wurde in einer Studie von C. Voigt und Mitarbeitern in Brandenburg mittels GPS-Tracking ermittelt, dass insbesondere Weibchen im Sommer die Anlagen an- und an ihnen hochfliegen. Sie halten sich dann im Bereich der Rotoren auf. Man vermutet Quartiersuchen an den fälschlich als Riesenbäume angesehenen Windkraftanlagen, besonders an Waldstandorten. Das ist in der Wirkung hoch dramatisch. Weibchen sind die Träger der Population. Fledermäuse haben meist nur ein bis zwei Junge und reproduzieren witterungsbedingt nicht jedes Jahr (erfolgreich). Der Verlust gleich mehrerer Weibchen einer reproduzierenden Population kann deren Aus bedeuten. Die Art hat im Bestand in den letzten Jahren bundes- und landesweit dramatisch abgenommen. Ob das nur an den WEA liegt, ist unbekannt - einen Beitrag zur Tötung der Tiere und zum schlechten Erhaltungszustand der Population leisten sie auf jeden Fall. Foto: Großer Abendsegler / Foto: M. Röleke/IZW, Quelle: IWZ Pressemitteilung v. 8.7.2016

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