Beweidung hilft gegen Zecken

Vorsicht Zecken! / Foto: Sascha Rösner​  

Foto: Sascha Rösner

Die Beweidung von Flächen scheint eine geeignete Maßnahme zur Vorbeugung von Infektionen durch die Lyme-Borreliose zu sein. In einer Feldstudie im UNESCO-Biospärenreservat Pfälzerwald-Voges du Nord belegen die Berliner Parasitologen Dr. Dania Richter und Prof. Franz-Rainer Matuschka das eine extensive Beweidung mit Ziegen, Schafen oder Rindern das Infektionsrisiko für den Menschen deutlich senken kann. Das Ergebnis der Wissenschaftler: Wo Rinder grasen, waren sechsmal weniger Jugendstadien und viermal weniger ausgewachsene Holzböcke mit Borrelien infiziert als auf unbeweideten Flächen. Zudem scheinen bereits befallene Zecken ihre Erreger zu verlieren, sobald sie an Huftieren oder anderen Wiederkäuern gesaugt haben. Dies ist eine bedeutende Chance im Kampf gegen die Lyme-Borreliose und vielleicht auch der Schlüssel zu einem künftigen Impfstoff. Dies zeigt wie wichtig eine Nutzung oder die richtige Pflege der Landschaft ist - Weidetiere gehören auf die Weide und nicht in den Stall. Naturschutzfachliche Beweidungsprojekte leisten hierbei einen wichtigen Beitrag.

Quelle und weiterführende Informationen: http://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/meldungen/wordpress/zecken/ (Stand: 08.11.2016)

Go to top