Der erste Schweizer Luchs ist unterwegs!

Freilassung von Arcos durch Staatssekretär Thomas Griese und Herrn Thomas Baldermann von der Stadt Neustadt a. d. Weinstr. (Luchspatenschaft). Foto: Martin Greve 
Freilassung von Luchs Arcos durch Staatssekretär Thomas Griese undHerrn Thomas Baldermann
von der Stadt Neustadt a. d. Weinstr. (Luchspatenschaft). Foto: Martin Greve

Der erste Schweizer Luchs ist unterwegs!

Das EU LIFE Projekt zur Wiederansiedlung von Luchsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald geht in die zweite Runde. Kurz nach dem Start der Fangsaison kann nun der erste Luchs aus dem Schweizer Jura in das Biosphärenreservat umgesiedelt werden.

Im vergangenen Sommer wurden im Pfälzerwald bereits die ersten drei Luchse aus der Slowakei freigelassen. Zwei Weibchen (Kaja und Luna) und das Männchen Lucky. Sie erhalten nun Unterstützung von Arcos, einem weiteren Männchen. 

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz als Trägerin des EU LIFE Projektes wird in der Umsetzung von Landesforsten Rheinland-Pfalz, SYCOPARC in Frankreich sowie dem WWF unterstützt. Neben dem Land Rheinland-Pfalz beteiligen sich WWF Deutschland, Deutsche Wildtierstiftung, die Landesverbände von NABU und BUND, HIT Umweltstiftung sowie weitere Förderer an der Finanzierung des Vorhabens.

Ebenso wie die ersten Luchse hat auch Arcos ein GPS-Sendehalsband umgelegt bekommen. Damit sollen seine Bewegungen nach der Freilassung verfolgt und sein Weg möglichst lange begleitet werden.

Hintergrund

Mithilfe des europäischen Förderprogramms LIFE-Natur führt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit ihren Projektpartnern das Projekt zur Wiederansiedlung der Luchse durch. Das Vorkommen kann zum Schutz und Erhalt einer Art beitragen, die in Europa nur mehr in wenigen Rückzugsgebieten vorkommt und in Zentral- und Westeuropa als gefährdet einzustufen ist. Das Projekt ist im Januar 2015 gestartet. Die Umsetzung der Maßnahmen ist über einen Zeitraum von sechs Jahren (bis 2020) vorgesehen. Naturschutzexperten der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) haben die Konzeption geprüft und sehr positiv bewertet. Die Wiederansiedlung der Luchse wird mit 50 % durch das EU LIFE-Programm gefördert und hat ein Gesamtvolumen von 2,75 Mio. €. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz unterhält ein Projektbüro in der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt.

Mehr Informationen zum LIFE Luchs Projekt Pfälzerwald der Stiftung und ihren Projektpartnern gibt es im Internet unter www.luchs-rlp.de

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

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